noch jetzt beſitzt, und obgleich ich nicht’ beſchrei⸗ ben kann, worin es liegt, fuͤhle ich es doch tief.“
„Gieb dich weiter mit der Erklaͤrung nicht ab, lieber Bruder, rief Friedrich lachend; dieſer Muͤhe hat dich Homer ſchon überhoben, indem er uns den Guͤrtel der Venus beſchreibt, ohne welchen ſelbſt die Goͤttin der Schoͤnheit keine anziehende Kraft beſaß, und durch den ſogar die
ſtolze e Juno unwiderſtehlich wurde.“—
Der General ſuchte jetzt das Geſpraͤch auf etwas anderes zu lenken; aber ſein Bruder ſchien nun einmal hartnaͤckig darauf zu beſtehen, ihm eine Frau empfehlen zu wollen, und nannte in dieſer Hinſicht die Namen verſchiedener junger Maͤdchen; keines aber war ſo gluͤcklich der ſtren⸗
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gen Cenſur ſeiner Hausehre zu entgehen.— In der Familie der einen war der Wahnſinn eine erbliche Krankheit; die andere hatte von
Kindesbeinen an Saaſein gehabt, und von der
dritten wußte ſie daß ſie eine geheime, ungluͤck⸗ liche Neigung haſe— Kurz, der General ſah
nur zu deutlich, daß ſeine Schwaͤgerin ihm nie eine Frau empfehlen wuͤrde, und wunderte ſich


