52 ches bisher nur einigen Werth gehabt hatte, weil es das Ohr eines Gatten und Vaters entzuͤckte, bahnte ihnen jetzt durch die Lobeserhebungen der Lady den Weg in glaͤnzende Geſellſchaften, wohin ſie nie gehofft hatten zu kommen. Auch vergaß man nicht, die perſoͤnlichen Schoͤnheiten zu erheben, und obgleich man den aͤltern Theil der Familie nicht ſo ins Angeſicht loben konnte, wiewohl Frau Der⸗ ville im ſechs und dreißigſten Jahre noch ausſah als die aͤltere Schweſter ihrer Tochter, und Jo⸗ han ne ihrer noch immer ſchoͤnen Mutter ſehr aͤhn⸗ lich war, bezeigte Lady Lucy doch wenigſtens ihr Entzuͤcken uͤber die Schoͤnheit des kleinen Maͤd⸗ chens, und verſicherte, ſie ſei ganz das Ebenbild der Mutter und Schweſter. Gewiß, liebe Frau Derville, auch ihr Sohn gleicht ihnen voͤllig, fuͤgte ſie hinzu, nur ſind ſeine Augen dunkler, ſeine Geſichtsfarbe und ſein Ausdruck maͤnnlicher!— Suͤß toͤnte dieſe Sprache der Schmeichelei; denn aufrichtig, wie die Der villes ſelber waren, glaubten ſie auch an die Aufrichtigkeit Anderer, und hielten die Lobpreiſungen ihrer neuen Bekann⸗ tin fuͤr voͤllig uneigennuͤtzig. Aufrichtig waren ſie allerdings gemeint, denn da Lady Lucy den
Teil eines Werkes
1. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 1. Theil, Kleine Romane und Erzählungen (1819)
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