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daß ihre neuen Freunde nicht allein praͤſentabel, ſondern eine hoͤchſt angenehme Zugabe fuͤr ihre Cirkel waͤren, vorzuͤglich jetzt im Julius⸗Monat, da etwas Neues einen außerordentlichen Reiz hat⸗ te, weil die alten Schoͤnheiten ſchon anfingen aus der Mode zu kommen. Lady Lucy beſchloß alſo, Frau Derville ſollte, als eine ſchoͤne Da⸗ me vom Lande, die nahe Verwandtin und Erbin der Lady Anne Pointz, nebſt ihrer reizenden Tochter, und ihrem huͤbſchen Sohne, die alle wie Engel ſaͤngen, der Gegenſtand ihrer Lobeserhebun⸗ gen fuͤr die naͤchſte Woche ſeyn, und am Ende derſelben wollte ſie ihnen zu Ehren ein Feſt geben, um ſie glaͤnzend in die ſchoͤne Welt einzufuͤhren. Eine Zeitlang verdraͤngte ſogar der Gedanke dieſes Feſtes alle anderen eigennuͤtzigen, habfuͤchtigen Gedanken, indeß bald kehrten dieſe in vollem Ma⸗ ße zuruͤck; uͤberzeugt aber, daß dieſe Landpredi⸗ gers⸗Frau ſich nichts durch Scheu und Furcht ablocken laſſen wuͤrde, verſuchte ſie alle Kuͤnſte der Schmeichelei um zu ihrem Zwecke zu kemmen, und es gelang ihr nur zu gut. Man entſchloß ſich endlich auf ihr Bitten, noch einmal zu ſingen, ward gelobt, bewundert, und dieſes kleine Talent, wel⸗


