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Kraft, den Abſchied und die Trennung maͤnnlich zu beſtehen, wiewohl er es ſich nicht verhehlte, daß eben dieſen Lieben vielleicht auf jener Reiſe Ge⸗ fahren einer anderen Art drohen koͤnnten, die leicht eben ſo groß ſeyn moͤchten, als die, vor welchen er ſie in dieſem Augenblicke zu ſchuͤtzen bemuͤht war. 1
Gluͤcklich erreichten unſere Reiſenden am dritten Tage die Hauptſtadt. Da ſie bisher au⸗ ßerhalb ihrer Heimath nirgend als in einem be⸗ nachbarten Bade geweſen waren, verſetzte der Laͤrmen in den Gaſſen dieſer ſo volkreichen Stadt ſie in kein geringes Erſtaunen, und waͤhrend Frau Derville, Lionel und Johanne alle Dinge mit ſtiller Verwunderung anblickten, war die kleine Narianne in unaufhoͤrlichen Ausrufun⸗ gen kindlichen Entzuͤckens begriffen, bis ſie an das Haus gelangten, welches üür Anwald für ſie ge⸗ miethet hatte.
In den erſten Tagen ihres Aufenthalts ſiel nichts Merkwuͤrdiges vor, da Frau Derville ſich nach der Reiſe etwas unwohl fuͤhlte, und kein angelegentlicheres Geſchaͤft kannte, als ihrem Manne einen unſtaͤndlichen Bericht ihrer eigenen
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