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zu begleiten, da niemand waͤhrend ſeiner Abwe⸗ ſenheit ſein Amt verwalten koͤnne. Im Innern ſeiner Seele aber lag noch ein anderer Grund, warum er eben jetzt ſeine Gemeinde nicht verlaſ⸗ ſen wollte. Doch dieſen ſuchte er zaͤrtlich vor der Gattin zu verheimlichen, nicht allein um ihr unnoͤthige Sorge zu erſparen, ſondern auch um ſie und ſeine Kinder in Sicherheit zu wiſſen. Ein anſteckendes Fieber war grade im Dorfe aus⸗ gebrochen, und Dervillen, der uͤberzeugt war, daß ſeine Frau, wenn ſie dies wuͤßte, entweder dar⸗ auf beſtehen wuͤrde, Pflicht und Gefahr mit ihm zu theilen, oder wenigſtens ihren Aufenthalt in London nicht ſorgenfrei genießen koͤnne, gereichte es zur Beruhigung, alle ſeine Lieben außer Ge⸗ fahr und gluͤcklich zu wiſſen. So ſuchte er den Ausbruch der Krankheit ſorgfaͤltig vor ihr zu verbergen, und beſtand darauf, daß ſie unverzuͤg⸗ lich mit den Kindern abreiſen ſollte, obwohl es ihm ſchwer wurde, einer Trennung entgegen zu ſehen, die vielleicht auf immer fuͤr dieſe Welt ſeyn konnte. Doch das Bewußtſeyn, ſeine Pflicht zu erfuͤllen, und das Theuerſte was er auf Er⸗ den hatte, in Sicherheit zu bringen, gab ihm
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