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Freilich war dieſe Beſitzung an Beſchaffen⸗ heit und Umfang ſehr von der ihrigen verſchie⸗ den, vögleich an Schoͤnheit der Lage und innrer Gemüͤthlichkeit die Pfarrei, welcher Derville als Prediger vorſtand, ſich mit jeder andern meſ⸗ ſen konnte. Bis zu dieſem Augenblicke hegte die gute Frau ſelbſt hieruͤber nie einen Zweifel; aber eine Erbſchaft, eine Reiſe nach London und ein ſechswoͤchentlicher Aufenthalt daſelbſt, hatten ihre Gedanken in dieſer Hinſicht etwas veraͤndert.
In einem Alter von ſechzehn Jahren war Frau Derville als eine in ihrem Kreiſe all⸗ gemein bewunderte Schoͤnheit aufgetreten, und ſowohl ihre koͤrperlichen als geiſtigen Reize, ver⸗ bunden mit einer ehrenwerthen Herkunft und ei⸗ nem anſehnlichen Vermoͤgen, hatten eine Verbin⸗ dung mit ihr von allen Seiten wuͤnſchenswerth gemacht.— Unter vielen Bewerbern zeichneten Zwei ſich durch die Verſchiedenheit ihrer irdiſchen Anſpruͤche beſonders aus; einer war ihr an Reichthum weit uͤberlegen, beſaß eine Wohnung und Guͤter, die ſich wohl mit dem Beſitzthum der Frau Arlington meſſen konnten; der an⸗
dere war weit weniger beguͤtert als ſie; aber ſein


