Seelenangſt, getrieben in der Sterbeſtunde — die Kreide lag, unfehlbar ſeiner Hand entfallen, in Brocken auf des Tiſches Rande. Kaspar half ſeinen Herrn entkleiden, der
in den Flammen des alten Hochheimers
brannte, er ſagte ihm gute Nacht und ging in den Stall hinab, um ſich in der Naͤhe V des edeln Braunen zu betten, der wie Bu⸗ cephalus bedient und beachtet ward.
Ryno ſchloß die Augen und ſah alsbald, im Geiſte, die unvergeßliche Roſalinde. Aber er hatte ja, nach dem Ermannen von dem
erſten, herzzerreiſſenden Eindrucke, erkannt, daß ſeine Sehnſucht das Unmoͤgliche begehre, V daß Linda einem Andern gehoͤre, daß er ihr
gleichgiltig, daß es Wahnſinn ſey, ſie er⸗ ſeufzen, ſie ertrotzen zu wollen. Er hatte ge⸗
6 lobt, ein Mann zu bleiben, an ſich ſelbſt zum Helden zu werden, und ſeine Liebe und


