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Der Doctor Weßler war keinesweges jener reizenden Witwe nachgelaufen; er machte auf dem Gottesacker einen Kranken⸗ beſuch. Als derſelbe geſtern am ſchattigen Muͤhlgraben luſtwandelte, glitt das drei⸗ jaͤhrige, unbewachte Pflegekind der Todten⸗ graͤberin, Blumen pfluͤckend, in die raſche Fluth; er warf ſich ihm nach, er faßte, er barg es, ſein Bemuͤhen weckte das Scheintodte und die Theilnahme veranlaßte ihn jetzt, nach dem lieblichen Maͤgdlein zu ſehen. Es war wohlauf, gruͤßte den zaͤrt⸗ lichen Helfer mit Kußhaͤndchen, umſchlang ihn und er trat nun in den Gottesgarten hinaus, die Ruheſtatt der Eltern und des unvergeßlichen Claͤrchens heimzuſuchen, das ſeine erſte Liebe war. Willkommen im Heiligthume!— rief die Begleiterin der Witwe aus des Kammerrathes zierlichem Grabmale, an dem er eben voruͤberſchritt und veranlaßte ihn, dieß wirthliche Vor⸗


