Teil eines Werkes 
2. Theil (1818)
Entstehung
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186 eingeaͤſchert hatten, trat ich in die Gallerie. Sie wird hier vorbeikommen, ſprach der Mohr und verließ mich. Ein glaͤnzendes Götterkind ſchweb⸗ te aus dem hintern Zimmer, naͤher und naͤher, ganz ohne Begleitung. Iſt ſie gerettet? fragte Albertine, ſchien erſchuͤttert als ich ſie verloren gab, hoffte jedoch, ſie werde ſich wiederfinden. Die geſtrige Boͤrſe fiel von neuem in meine Hand und heute verſchmaͤht' ich ſie nicht. Sie verdienen Ihr Schickſal! ſprach ſie, im Begriffe zu gehen, die ungluͤckliche Auguſta ſchreit um Ra⸗ che. Ich laͤchelte ſchmerzlich. Und auch ſie ver⸗ dient ihr Ungluck! fuhr die Gluͤcklichere fort, denn ich vergaͤbe meiner Bedientin nicht, was ſie ſich ſelbſt geſtattete. Jetzt hohlte uns die Aya ein, fragte theilnehmend nach Amalien, und folgte Albertinen zur Kapelle..

Was ſie ſelbſt ſich geſtattete? wiederhohlte ich mir auf der Schloßtreppe. Arme Prahlerin! Was iſt das mehr als die Sprache der duͤnkelvol⸗

len Hoffart! Hab' ihr Herz, liebe wie ſie, und

alles wirſt Du Dir, und alles wirſt Du Ihm