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Wir verließen den Markis im Kloſter. Ver⸗ gebens harrte er den ganzen Tag auf die jun⸗ ge, ihm ſo werthe Gefaͤhrtin, unterhielt er die wißbegierige Domina mit dem Ausſehn, der Auffuͤhrung, und den Fehltritten der Freun⸗
dinnen, die ſie einſt am Hofe zuruͤckließ, und
war der einzige Heilige, zu dem die Nonnen heut andaͤchtige Augen erhoben. Die Tante wußte nicht anders, als daß er, fuͤr ſeine Suͤn⸗ den zu buͤßen, nach Loretto gehe, ſie beſchenkte ihn mit einer Reliquie, warnte vor den ita⸗ liſchen Damen, gab ihm Adreſſen an Kloͤſter die im Rufe wunderthaͤtiger Gottes⸗Muͤtter ſtanden, und fuͤhrte denſelben jetzt durch den hellen Keller, wo ſie ihre koͤſtlichſten Flaſchen fuͤr ihn aufthat, in die duͤſtere Kirche. Er ſah die Altaͤre an denen ſo manches Maͤdchen⸗ Herz den Gott der Liebe geſucht, und nur die Schauer der irdiſchen Sehnſucht gefunden Schillings Schr. 44r Bd. 3


