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Ein theures Wort! Ja, ſolche Vettern laß ich gelten.
Gott zum Gruß, Jungfer Roͤschen! ſprach ein freundlicher, bluͤhender Knabe, und legte zwei Geldtuten auf den Tiſch: ich ſoll einen gu⸗ ten Abend ſagen von dem Meiſter, und das muͤßte ein Irrthum ſeyn, der Herr Vetter haͤtt' ihn ja laͤngſt bezahlt.
Bezahlt? fiel Roͤschen ein: Sie ward roͤ⸗ ther als jemals. Bezahlt? wiederhohlte ſie und faltete die kleinen Haͤnde. Schon gut, mein Soͤhnchen! Es waͤre kein Irrthum, ſage Du, und ich kaͤme dann ſelbſt hinuͤber. Der freundli⸗ che Knabe huͤpfte fort.
Thraͤnen, Roͤschen? das muß ein unereſ⸗ ter Irrthum ſeyn!
Der edle Mann! ſprach ſie zwiſchen Weh⸗ muth und Freude. Zwar iſt er wohlhabend, hat aber acht lebende Kinder, und dieſe Waiſe zum neunten gemacht. Wir ſind ihm, noch von mei⸗ nem Brautſtand her, funfzig Thaler ſchuldig. Die hat denn mein Vater ſo nach und nach zu⸗


