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Bald ward das geſtrige Fenſter im Glanze des Abendgoldes wieder ſichtbar. Entſchließe Dich, ſprach mein Herz: wie oͤde iſt's jetzt in Deinem Hauſe. Quaͤlend wird Dich Malchens bleicher Schatten, wird die Ruͤckerinnerung an je⸗ ne beſſere Zeit, wird der Wechſelſtrom ſeliger und widriger Gefuͤhle den Einſamen verfolgen.
Ein Maͤdchen gebe Dir, was Dir ein Maͤdchen
nahm. Fuͤr manches ſchlug ich ſchon, fuͤr man⸗ ches ſchlag ich noch, doch ewig dann fuͤr die Ge⸗ waͤhlte nur.
Strickend ſaß Roͤschen vor der Thuͤr, auch ſie verklaͤrte das Abendroth und die ſchoͤne Ver⸗ legenheit machte jetzt gemeinſchaftliche Sache mit ihm und trieb ihr das reine Blut ins Geſicht. Ich bin allein, lispelte ſie: der Herr Vetter hat den Vater mit ſich genommen.
Leis erſeufzte ich, die Vetterſchaft von vor⸗ hin ſiel mir aufs Herz. Welcher denn? fragte
ich kleinlant, und draͤngte ſie in das heimliche
Stuͤbchen.


