Teil eines Werkes 
1. Theil (1818)
Entstehung
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197 gieber Eſchen! ſprach unſere Kampfrichterinn, und drückte ſeine Hand mit Heftigkeit auf ihre ſchone, faſt enthuͤllte Bruſt: nur der lebhafte, bruͤderliche Antheil an meinem Heil, entbindet ſeine Zunge und laͤßt den Eifrigen vergeſſen, vor wem er ſteht. Nie wußt' ich das beſtimmter! entgegnete ich ſehr beſtimmt.

Entſcheide! bat er, Malchens Hand kuͤſ⸗ ſend.

Swig, ſprach ſie, und umarmte ihn: ewig werd' ich zwar die Deine ſeyn, aber nie ſoll auch mein Herz den Wohlthaͤter meiner verlaſſenen Mutter, den Vertrauten meiner Kindheit, den Beſchuͤtzer maeiner Iugend verlaͤugnen.

Ei, ſehn Sie doch! rief der Baron, und draͤngte ſie von ſich.

Bleibt, fuhr Amalie fort: bleibt dies Ge⸗ ſtandniß unter der Erwartung des Gereitzten, ſo wird es mich doch gewiß in den Augen des Be⸗ ruhigten erheben, und Ruhe finden wir beide