Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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ſchien ihm, allgemach, die Wittib des er⸗ blichenen Freundes; zum erſten Male ſah auch er ſich, allgemach, in demſelben Gei⸗ ſte gewuͤrdigt, mit gerechtem Maße gemeſ⸗ ſen und nach dem Verlaufe von zwanzig Monden, als den gluͤcklichen Gatten einer reichen Erbin und holdſeligen Frau. Sie waͤhlten das genußvolle Wien zum kuͤnfti⸗ gen Aufenthalte und lebten dort, in ſeliger Eintracht, bei ungetruͤbtem Wohlbehagen.

Amthor erhielt, bald nach des Freun⸗ des Tode, einen Brief von Enewold, in dem ihm derſelbe ſeine Ankunft zu Kitliar am Terek, auf der Weſtkuͤſte des kaspi⸗ ſchen Meeres anzeigte, den Grafen Uwall, nach wie vor, belobte, doch uͤber die Un⸗ bekanntſchaft mit der Dienſtnorm und der Landesſprache, uͤber die druͤckende Lage ei⸗ nes Neulings, uͤber Neid und Anfeindung und den mannigfachen Verdrus klagte, den