Teil eines Werkes 
4. Theil (1811)
Entstehung
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Der Ehre hoffe ich zu entgehn. Das Gift hat ſchon gewirkt Wehe Dir, Ungerathene!

Ich bin nicht ungerathen! ſagte ich, von meinem Selbſtgefuͤhl geſtaͤrkt.

So gieb dem Landrath Deine Hand! fiel er ein. Die Abſichten dieſes Redlichen wurden mir laͤngſt klar und ich bedarf eines Stabes fuͤr mein Alter. Toͤchter ſind ſchwankende Roͤh⸗ re, nur auf den Sohn kann der Greis bauen und dieſer Bender iſt ein Eckſtein. Sage Ja! ſo empfaͤngſt Du eine koͤſtliche Mitgift an Geld und Gut und vaͤterlichem Segen.

Ich liebe ihn nicht!

Mein Kind, die eheliche Liebe hat mit der jugendlichen Wallung wenig oder nichts ge⸗ mein. Sie iſt ein Verdienſt, eine Tugend und muß als ſolche, unter Kreuß und Leiden er⸗ worben und angeeignet werden. Sie iſt die Frucht der Selbſt⸗Beherrſchung und der Ent⸗ ſagung, der Triumph eines edeln Gemuͤths uͤber die Lockungen und die Wechſelſucht der Sinne. Ich ſchwieg. Seine Heftigkeit kehr⸗