ee
87
entgegnete die Tante: und wollteſt vor dem ſuͤndigen Geſchoͤpf verzagen?
Ja, eben weil es ſuͤndig iſt! ſiel ich ein. Es ſchlug fuͤnf Uhr. Nun wird der Wagen kommen! ſagte ſie, wir falteten beaͤngſtigter die Haͤnde. Die Tante rief— Da koͤmmt er ſchon. Noch ein's, ihr Kinder, faſt das wich⸗ tigſte. Bei Tafel eßt ihr, ungeziert, ſoweit das Schnuͤrband reicht und braucht, wo moͤg⸗ lich, nur die Gabel. Dazwiſchen trinkt ein Glaͤschen Wein.
Wein? rief Auguſte aus und ich— Um's Himmels Willen— Wein?
Ein Glaͤschen, auf mein Wort! Man wird, nach der Erhitzung, blaß und unſcheinbar, die Lichter bleichen uͤberdies, der Wein faͤrbt dieſe Roſen wieder auf. Jetzt fuhr der Wagen vor. Meine Augen fielen in den Spiegel, ich er⸗ ſchien mir wie uns die Tante ſo eben beſchrieb und haͤtte gern das zugeſtandene Glaͤschen im Voraus getrunken, denn meine Zunge hing, vor Angſt und Bangigkeit am Gaumen; An⸗


