171 chen Haͤnde, entband ſich, nothgedrungen, des Verſprechens, das der Oberſte von ihr empfing und erzaͤhlte dem Vater alles haarklein.
Gott behuͤte mein Haus und Dein Leben vor einem ſolchen Unkraut⸗Saͤer! entgegnete Vater Herz am Schluß ihrer Beichte— vor einem ſolchen Splitter⸗Richter, vor dem un⸗ ſauberſten aller Geiſter, die den heiligen Ehe⸗ ſtand zum Weh⸗ und Qualenſtande machen. Sieh nicht ſo klaͤglich drein, mein Toͤchterchen! geh in die Kammer; geh und weine Dich aus und beſiehl dem Herrn Deine Wege.
So unterbrach die blinde, thoͤrichte Ei⸗ ferſucht des ſchoͤnen Seele Charlottens Frie⸗ den, ihre Hoffnungen und Entwuͤrfe, zu⸗ ſammt der Eß⸗ und Meßluſt der Vertrauten, welche bei einem, uͤber dieſe Angelegenheit ge⸗
pflogenen Familien⸗Rathe einſtimmig der Meinung waren, daß Charlotte dieſes ſchein⸗ bare Gluͤck uͤber der Rettung des wahren, die Titel und Mittel uͤber der Sorge fuͤr die Ruhe ihres Lebens vergeſſen muͤſſe und daß es weit


