Teil eines Werkes 
3. Theil (1811)
Entstehung
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durch das Stadt⸗Thor. Kaͤrner und Pfer⸗ de, Spielleute und Marktſchreier, trunkene Bauern und nuͤchterne Kraͤmer fuͤllten die Gaͤßchen, immer dichter ward das Gedraͤnge; der Paſtor verſammelte ſeine Kuͤchlein unter die Rockſchoͤße, und bot der Tochter, welche dieſe laͤngſt uͤberwuchs, ſeinen Arm. 1

Ah! Wuͤrſte! rief Jakobus Waͤrſte, Vater! ſchrie Ehrenfried, kauf doch, kauf!

Erregen nur Durſt! fiel er wegwerfend ein, und ſchuͤchtern neigte ſich Tinchen zu dem Beſchuͤtzer, als eben der walzende Menſchen⸗ haufe einen jungen Dragoner⸗Offizier immer feſter und feſter an ihre linke, unvertheldii Seite druͤckte.

Sie verloren Ihr Gülteiband, ſchoͤnes Maͤdchen! lispelte er, und reichte ihr das himmelblaue, welches als ein werthes Ge⸗ ſchenk der Frau Primariuſſin, nur an den we⸗ nigen Feſttagen ihres Lebens gebraucht ward. Ergluͤhend nahm ſie es aus ſeiner Hand, und wußte dem Finder im Herzen heißen Dank.