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Mayenne, durch Mangel an Geld und Truppen genöthigt, mit Heinrich IV. einen Waffenſtillſtand zu ſchließen. Von nun an nahm die Sache des Letzteren einen raſchen Aufſchwung, und zwar vorzugsweiſe dadurch, daß ſeine Perſönlichkeit ſowohl beim Adel als bei der Nation immer populärer wurde. Dieſe Popularität bewog die ärgſten Fanatiker unter der Parthei ſeiner Feinde zu einem ruchloſen Entſchluß; die Religion, deren Namen man in jenem Zeitalter leider ſo oft mißbraucht ſieht, ſollte auch hier wieder den Vorwand zum Meuchelmord abge⸗ ben, und ein gewiſſer Barrisére ließ ſich durch Schwärmerei zu einem Attentat gegen Heinrich IV. bethören, welches jedoch entdeckt und an jenem Menſchen, der ſich zum Werkzeuge fremder Pläne hergegeben hatte, barbariſch beſtraft wurde. Obwohl nun Heinrich 1V. fortan immer feſteren Fuß in ſeinem König⸗ reiche faßte, welches er ſich erſt Schritt für Schritt hatte erobern müſſen, ſo gab doch Philipp II. ſeine Abſichten nicht ſo leicht völlig auf. Zwar erſchöpften ſich ſeine Geldmittel über den fruchtloſen Unternehmungen; aber er faßte dieſe doch von Zeit zu Zeit wieder auf. Da jedoch ſeine Parthei in Frankreich (Paris war deren Centrum) von ſeiner Seite nicht mehr den alten vollen Eifer wahrnahm, ſo ließ auch der ihrige für ihn allmählig ab, was Heinrich IV. auf das Vortrefflichſte be⸗ nützte, um eine allgemeine Verſöhnung zu erwirken, welche ihm die Krone auf dem Haupte erſt ſichern mußte. So lange in⸗ deſſen Philipp II. noch irgendwie thätig war, um Heinrich IV. Abbruch zu thun, ſo lange ſäumten auch die vereinigten freien Provinzen der Niederlande nicht, dem Letzteren durch Geld und Truppen Unterſtützung angedeihen zu laſſen. Doch wir kehren jetzt zu den Kriegsereigniſſen auf nieder⸗ ländiſchem Boden zurück. Hier ſehen wir denn wieder den jungen Feldherrn Moritz an der Spitze, den ſchönen kräftigen


