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ſtrebten. Man muß jedenfalls hier ſtreng zwiſchen dem Weſen des Katholizismus(der in einer Republik die zum größten Theil durch den Kampf um Gevwiſeensfreiheit entſtanden war, gewiß einen ehrenvollen Platz einnehmen konnte und mit Recht gleichen Schutz wie andre Konfeſſionen in Anſpruch nehmen durfte) und zwiſchen den fanatiſch⸗politiſchen Umtrieben unterſcheiden, welche wie Schmarotzerpflanzen ſich an den Erſteren klam⸗ merten.
Die Eroberung Nymwegens für die Republik war von der größten Wichtigkeit; denn damit war faſt die völlige Wie⸗ dergewinnung Gelderns vollbracht. Moritz übergab das Kommando in Nymwegen dem Grafen Philipp von Naſ⸗ ſau, und beſchloß dann ſeinen glorreichen Feldzug von 1591, indem er ſeine Truppen in die Winterquartiere legte und nach Holland zurückkehrte. Mit hohen Ehren wurde der junge, (erſt vier und zwanzigjährige) Held dort als würdiger Sohn des Vaters des Vaterlandes, als Beſchützer des heimathlichen Bodens als Befreier der Ströme, empfangen. Goldne und ſil⸗ berne Medaillen wurden zum ewigen Gedächtniß geprägt, mit frommen Sinnſprüchen, worin man Gott die Ehre gab.
Auch im Verlauf des Winters von 1591 auf 1592 raſtete der Krieg nicht ganz; beide Partheien unternahmen Anſchläge auf verſchiedene Städte. So ſuchten ſich die Truppen der Re⸗ publik Gertruidenberg's, Maaſtricht's und Sluis', die König⸗ lichen Breda's wieder zu bemächtigen;— doch beide ohne Erfolg. Noch im November 1591 beriethen ſich die im Haag verſammelten Staaten der vereinigten Provinzen, ob man im folgenden Jahre den Krieg fortſetzen ſollte. Die glücklichen Re⸗ ſultate des ebenvollendeten Feldzuges ermunterten ſie zu dem Beſchluſſe, das Offenſivſyſtem beizubehalten und demgemäß den Krieg im Jahre 1592 fortzuſetzen. Holland, Seeland,


