Teil eines Werkes 
3. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 3. Band (1841) Von dem Feldzug des Jahres 1589 bis zum Waffenstillstand von Antwerpen 1609 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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verehrten ihm die Staaten bei der Geburt ſeines Sohnes Wil⸗ helm, bei dem ſie Pathenſtelle vertraten, als Pathengeſchenk ein Gefäß von 600 Gulden im Werth, und ſeinem Sohne ſetzten ſie eine jährliche Rente von 200 Gulden aus.

Kaum hatte Parma die unwillkommene Nachricht von der Eroberung Bredas vernommen, als er den Grafen K Larl von Mansfeld beauftragte, es wieder einzunehmen. Noch im März kam dieſer denn auch in die Amgegend Bredas, berannte die Stadt, warf bei dem Dorf Ter Heide an der Merk eine Schanze auf und bemächtigte ſich Zevenbergens, welches geplündert wurde. Im Mai wandte ſich Mansfeld vor die Schanze Norddamm bei Zevenbergen, welche jedoch Matthias Held(derſelbe, der ſich im Torfſchiffe niederſtoßen laſſen wollte, um durch ſeinen Huſten die Kameraden nicht zu verrathen) ſo trefflich gegen die Uebermacht der Feinde verthei⸗ digte, daß Mansfeld mit einem nicht geringen Verluſt abziehen mußte.

Mittlerweile war Prinz Moritz in die Betuwe gerückt, um durch eine ſcheinbar beabſichtigte Diverſion gegen Nym⸗ wegen, den feindlichen Feldherrn von Breda fortzulocken. Dies gelang ihm auch vortrefflich. Mansfeld verließ ſeine Stellung vor Breda, folgte ſeinem Gegner und machte nicht weit von Nymwegen, zwiſchen Maas und Waal, Halt. Mo⸗ ritz blieb mit ſeinem Heere in der Betuwe ungd hielt die Waal bis zu ihrer Verbindung mit der Maas durch Schiffe, ihre Ufer durch Truppen beſetzt, ſo daß die Königlichen keinen Uebergang unternehmen konnten. Indem er auf dieſe Weiſe die Operationen derſelben lähmte, warf er auch gegenüber, vor Nymwegen, nördlich von der Stadt, eine Schanze auf, die ſogenannteKnodſenburg. Unter ſolchen Diverſionen, wo⸗ bei Moritz bereits ſeine militäriſche Ueberlegenheit bewährte,

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