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Plan, ſeinen Rückzug auf einem bedeutenden Umwege zu nehmen Statt durch den Kanal heimzueilen; ſteuerte er gen Norden, um Schottland und Irland zu umſegeln und ſo den off⸗ nen Ocean zu gewinnen. Der Wind, der die Armada immer weiter nach Norden hinauftrieb, wurde bald zum Sturm, und rüſtig folgten die ſiegesfrohen Engländer hinterher.
Parma war indeſſen vor Mißmuth faſt außer ſich; und in
der That war es auch für einen Mann von ſeinem Rufe, von ſeinen Verdienſten, von ſeinem Geiſt,— unerträglich, durch Wind und Wellen in der Ausführung ſeiner beſten Pläne auf⸗ gehalten zu ſein! Nie vermochte er ſeine Aufregung weniger zu verbergen; nie bewies er ſeine tiefinnerſte Treue für die katho⸗ liſchen Intereſſen überhaupt und für die des Königs insbeſondere deutlicher als damals, da er vor Zorn und Ungeduld gegen die Schranken der Unmöglichkeit tobte, da er von Stunde zu Stunde einen Plan für einen geeigneter ſcheinenden vertauſchte, da er jetzt ſeinen Ruhm, ſein Leben, ja tauſende von fremden Leben aufs Spiel ſetzen wollte und doch, was ſein Herz ehrt, bald darauf wieder dieſe fremden Leben erwog, die er mit ſich ins Verderben reißen würde. In der That: in wenigen Lagen ſeines glorreichen Lebens erſcheint dieſer große Mann nicht bloß intereſſanter, ſondern auch liebenswürdiger, als in dieſer, da er eine bloß paſſive Rolle zu ſpielen hatte. Nach dem härteſten Kampfe, den er je beſtand, nämlich dem mit ſich ſelbſt, beſchloß er endlich, ſeine Truppen, welche er ſchon eingeſchifft hatte, wie⸗ der an's Land ſetzen zu laſſen und vor der Hand die nächſten Reſultate abzuwarten, welche die„Armada“ unter Medina⸗ Sidonia erringen würde.
Dieſe Reſultate waren traurig genug: Medina⸗Sidonia befand ſich bald in einer ſchrecklichen Lage. Unbekannte Gewäſſer
vor ſich, als ſei er ausgezogen, um eine neue Welt zu entdecken,—


