Teil eines Werkes 
2. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 2. Band (1841) Von dem Abschluß der Utrechter Union bis zur Vernichtung der spanischen Armada : 1579-1588 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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jene Schwierigkeiten wurden, wenn auch nur langſam und all⸗ mählig, gehoben; bloß Over⸗Yſſel trat erſt im März des folgenden Jahres vollſtändig der Union bei. Dagegen ſchloſſen ſich Gent,(am 4. Februar) YMpern, Antwerpen, Breda, Brügge und das Freie von Brügge an, wiewohl ſie wenig oder gar nicht an der gemeinſamen Regierung Theil nahmen. Oranien ſelbſt zögerte bis zum Mai, die Union anzuneh⸗ men. Die Motive, welche ihn ſo lange abhielten, waren die⸗ ſelben, aus welchen er von Anfang her in den Hintergrund getreten war, das hauptſächlichſte derſelben lag wohl in der Beſorgniß: man dürfte ihn verſteckter Herrſchſucht beſchuldigen, als wolle er nämlich ſtatt des Erzherzogs Matthias Ge⸗ neralſtatthalter werden! Erſt am 3. Mai, nachdem in⸗ zwiſchen mehre andere Umſtände von nicht geringer Bedeutung zuſammengetroffen waren, welche ihn zu der Ueberzeugung be⸗ ſtimmten, daß es nöthig ſei, öffentlich der Utrechter Union bei⸗ zutreten, that er dies wirklich und zwar ſchriftlich.Ich habe bisher noch immer gehofft Cerklärte er in ſeiner von Antwerpen aus erlaſſenen Schrift) alle niederländiſchen Pro⸗ vinzen in enge Vereinigung zu bringen; deßhalb ſäumte ich ſo lange, der Utrechter Union beizutreten. Ich thue dies jetzt, da ich weiß, daß der Erzherzog und ein großer Theil der Niederlande ſie gutheißen, und da ich mich überzeugt habe, daß das Anſehen des Erzherzogs durch dieſelbe nicht im Geringſten beeinträchtigt wird. Mochte dies Motiv auch kein bloß ſchein⸗ bares ſein(Oraniens Politik durfte den erlauchtenGreffier nicht fallen laſſen) ſo barg ſich doch noch ein wichtigerer Grund dahinter. Oranien beobachtete ſeinen großen Gegner Alexan⸗ der Farneſe und ſah, in welchem Fortſchritte durch deſſen kluges Benehmen die Annäherung der ſüdlichen Pro⸗