Teil eines Werkes 
1. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 1. Band (1841) Von der Ankunft Alba's in den Niederlanden bis zum Tode Don Juan's von Oesterreich : 1567-1578 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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hove'n, das Wageſtück immerhin zu unternehmen; dieſer aber mochte, weil er St. Aldegondes vertraute Freundſchaft mit Oranien kannte, wohl vermuthen, daß ihm der Letztere ſtill⸗ ſchweigend dadurch ſeine Einwilligung zu erkennen gebe. Eilig, und eben ſo heimlich, als er abgereiſt war, kehrte nun Ryhove nach Gent zurück.

Es war am 28. Oktober gegen Abend. An demſelben Tage hatte Hembyze in Gent den Herzog von Aerſchot auf der Straße angehalten und ihn mit drohender Miene daran erinnert, ſeinem gegebenen Verſprechen gemäß, die alten Freiheiten Gents herzuſtellen; denn Hembyze's Idol war die Republik, frei⸗ lich mit dem Nebenzwecke: ſich ſelbſt als Diktator an der Spitze einer ſolchen zu ſehen. Zürnend brach Aerſchot hierauf in die Worte aus:„Dieſe Meuter, dieſe Freiheitsſchreier wird man wohl noch durch einen Strick um den Hals zum Schweigen bringen. Sie alle reitzt noch immer der Prinz von Oranien!“ Dieſe Worte, welche das Gerücht raſch von Straße zu Straße verbreitet, entflammen Hembyze's Wuth; die Bürger greifen zu den Waffen, eine Parthei für Aerſchot, die andre für Hembyze, und nur mit Mühe gelingt es der Obrigkeit, einen förmlichen Kampf zu verhindern und die Aufgeregten zu beſchwichtigen.— So ſtand es in Gent, als Ryhove dort ankam. Sowie er die Vorfälle erfährt, rüſtet er ſich, ruft Soldaten, Diener und Freunde, und eilt mit ihnen in Hembyze's Wohnung. Dieſer war noch nicht zu Hauſe; und, als er mit dem Hauptmann Mieghem und mehren Andern eintritt, ruft ihm Ryhove wild entgegen:„Wie, Ihr ließet die Bürger die Waffen nieder⸗ legen? Ihr konntet es verſäumen, den günſtigen Augenblick zu benützen? Alle dieſe Biſchöfe und großen Herrn, die hier in Gent verſammelt ſind, betreiben bloß den Untergang unſerer Parthei. Zuvorkommen müſſen wir ihnen, oder man holt uns