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Volk, durch Vollziehung der Urtheile an den Häuptern, von dem Verſuch neuer Unruhen abzuſchrecken,“ auch ſein perſönliches Motiv:„Sicherheit“ begreifen zu können. Am 28. Mai erließ der Blutrath zu Brüſſel, im Namen des Herzogs von Alba, ein Urtheil gegen den Prinzen von Oranien, deſſen Bru⸗ der den Grafen Ludwig, die Grafen van den Berg, Hoog⸗ ſtraten und Kuilenburg. Der Prinz wurde darin beſchul⸗ digt, daß er, vorgeladen und die Vorladung verachtend, die Waffen gegen des Königs Land und Unterthanen ergriffen habe und noch fortwährend in ſolcher Rebellion verharre. Das Ur⸗ theil lautete auf ewige Verbannung aus den Staaten des Königs und Einziehung aller Güter. Gleiche Urtheile ergingen auch über die Grafen Ludwig, van den Berg, Kuilenburg und Hoog⸗ ſtraten; ſelbſt auf Brederode, welcher doch bereits verſtorben war, wurde das Urtheil ausgedehnt. Es eröffnete eine Reihe von blutigen Schauſpielen, welche Alba den Niederländern gab.
Am 1. Juni ſah das Volk in Brüſſel ein Schaffot auf dem Pferdemarkt; Trommelwirbel ſcholl durch die Straßen, und von neun Fähnlein ſpaniſchen Kriegsvolks umgeben, wurden acht⸗ zehn gefangene Edle, worunter die beiden Battenburg, die das Kompromiß mit unterzeichnet hatten, auf das Blutgerüſte ge⸗ bracht. Finſter blickend aus den narbenvollen Geſichtern, wie zur Schlacht gerüſtet, ſtanden die Spanier, gleich einer eiſernen Mauer, zwiſchen den Schlachtopfern und dem Volke; der Trom⸗ melſchlag ſollte die letzten Worte der Unglücklichen übertönen. Bald fielen die tödtlichen Streiche und auf hohen Stangen er⸗ blickte das Volk die bleichen Häupter als Warnungszeichen. Am folgenden Tage wiederholte Alba das Schauſpiel. Der in der Schlacht bei Dalheim gefangen genommene Villers, ein anderer Edelmann Duy, Baljuw Benot von Enghien, und ein Prädikant beſtiegen das Schaffot. Villers rief noch in ſeinem letzten Au⸗


