Teil eines Werkes 
1. SupplementbandGeschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande : 1. Band (1841) Von der Ankunft Alba's in den Niederlanden bis zum Tode Don Juan's von Oesterreich : 1567-1578 / fortgesetzt von Eduard Duller
Entstehung
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zur Erbitterung getriebenen Bürgerſchaften zu befürchten hatte, und ſodann auch das platte Land beſſer im Zaume halten zu können. Seine Beſorgniß war übrigens im Allgemeinen auch keineswegs unbegründet. In manchen Städten(beſonders in den flandriſchen) lag nämlich eine Menge demokratiſchen Zünd⸗ ſtoffes aufgehäuft, welchen die Berührung irgend eines neueren Ereigniſſes zu einer furchtbaren Exploſion bringen konnte. In anderen Städten, wo dies weniger zu beſorgen war, herrſchte dafür, begründet auf den aus freiem germaniſchem Geiſte gebo⸗ renen Verfaſſungen, ein um ſo kräftigeres Gemeingefühl der lokalen Selbſtſtändigkeit, welches den Abſichten der ſpaniſchen Regierung noch größere Schwierigkeiten in den Weg legte, als die drohende Gährung des demokratiſchen Prinzips. Antwerpen, dieſer von verſchiedenen Nationen beſuchte Mittelpunkt des lebhafteſten Handels, damals durch Gewerbe, Kunſt, Wohlſtand und Bedeutung für alle Niederlande herrlich blühend wie dort kaum eine zweite Stadt, Antwerpen ſchien dem Herzog von Alba vor den übrigen niederländiſchen Städten zunächſt die wichtigſte, um dort eine Citadelle anzulegen, von welcher aus er nicht bloß die Schelde und das Umland beherrſchen, ſondern auch die Stadt ſelbſt in Schrecken und Abhängigkeit erhalten könne. Er beauftragte 1567 den geſchick⸗ ten Kriegsbaumeiſter Paciotto mit dem Entwurf und der Ausführung des Werkes; und bot ſelbſt Alles auf, um die Letztere zu beſchleunigen. Die Stadtmauern und ein alter Thorthurm Antwerpens wurden zu dieſem Behufe abgetragen; Tag für Tag waren über 2000 Arbeiter beim Feſtungsbau beſchäftigt, und die Bürgerſchaft Antwerpens ſelbſt mußte zu den Koſten, welche die Erbauung ihres Zwingers erforderte, vier Tonnen Goldes beiſteuern, eine Maßregel, welche der militäriſchen Anſicht Alba's von ſeiner Stellung zur Nation