Teil eines Werkes 
2. Theil (1811)
Entstehung
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ten durch die ſanfte Gewalt ihrer Anmuth, und den Geiſt der kindlichſten Unterwuͤrfigkeit zu entwaffnen und durch den Zauber des Schmer⸗ zes und der Thraͤnen, mit denen ſie der un⸗ gluͤcklichen Blion gedachte, ſein Gemuͤth zu ruͤhren; Eduard aber dankte kalt und fluͤchtig, ergriff dann des Bruders Hand und fuͤhrte ihn in ein anſtoßendes Cabinet, das er hinter ſich abſchloß um ſie jetzt ohne Aufſchub zu ver⸗ nichten.

Was ſoll das? fragte der Herzog, als der Riegel vorſprang und uͤberhoͤrte, baͤnglich und zerſtreut, den Eingang der bruͤderlichen Rede. Sidoniens Handſchrift feſſelte indeß, bald ge⸗ nug, ſeine Aufmerkſamkeit. Er las die Briefe trauliche Herzens⸗Ergießungen, in denen das unedle Weib ſich dem gleichgeſinnten gab wie es war und wie es fuͤhlte. Er ſah ſich ein Kind, einen Suͤnder, einen Unmann genannt, ſah die Geſchichte nie geahnter Treuloſigkeit und der geheimen Verſtaͤndniſſe mit dem und jenen