264 der zuͤgelloſen Heftigkeit ihrer Affekten. Ihr Mann aber ſprach, in ſchoͤnen Worten und ge⸗ gewahlten Ausdruͤcken, von den Foderungen der Vernunft an das Herz, von dem noͤthigen Gleichmuth des Staatsmannes im Mißgeſchick und von allen Heldinnen der Vor⸗ und Mit⸗ Welt, die dem ſchadenfrohen Daͤmon des Zu⸗ falls ein Schnippchen durch das andre ver⸗ galten.
Sie thaten wohl daran! verſicherte der Herzog und ging ab, der Kammerherr aber ſagte zu ſeiner tobenden Gemahlin—
Zeit bricht Roſen, Theuerſte! ſie bricht auch Haͤlſe, wenn Du willſt, darum faſſe Dich. Die junge Frau iſt Wittwe, wie ich hoͤre: ein Uebelſtand, der allein ſchon hinreicht, ihm den
Wein der Flitter⸗Wochen zu verſauern. Sie ſcheint ſo alt als er zu ſeyn: in dieſem Mißver⸗ haͤltniß liegt Deine Genugthuung und ſeine Stra⸗ fe. Sie fuͤhlt nicht mehr, wenn er ſich fuͤhlen lernt,
ſie neigt das Haupt, wenn er es erſt erhebt um


