Teil eines Werkes 
2. Theil (1811)
Entstehung
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ihr ſogar ein Kuͤßchen zu. Aber die rauhe Aya verwarf den Suͤndenſold, ward immer rauher und uͤbte mit Erfolg das alte Recht an mir; ich ſchlich erroͤthend, auf den Zehen, in das anſtoßende Wohnzimmer. Hier ſtand ein ſchmucker Naͤhtiſch im Fenſter, hier ſchmuͤckte ein Unterroͤckchen wie es ſeyn ſoll, den Seſſel, zwey himmelblaue Strumpfbaͤnder lagen, kreuz⸗ weis, uͤber ihm; vielleicht um es vor Hexerei zu ſchuͤtzen; die ſeidenen Struͤmpflein ſtellten noch den Umriß zarter, ſanft gewoͤlbter Formen dar.

4.

Da trat die Mutter ein: Rahele hatte ihr be⸗ reits den Ueberfall verkuͤndigt. Ich flog an ih⸗ ren Hals und ſagte Mein Pflichtgefuͤhl ver⸗ bietet mir, dem Grafen fernerweit zu dienen, mein Zartgefuͤhl gebietet mir, den zureichenden Grund zu verſchweigen; Sie wuͤrden außerdem dieſen raſchen Schritt gewiß beloben. Die