Teil eines Werkes 
3. Theil (1822)
Entstehung
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Die Scheidung von dem Heilloſen, der mich ſo herber Pruͤfung unterworfen, mich, ſeit der letzten Flitterwoche, durch eine lange Nacht voll Leid und Angſt getrieben hatte, ward mit dem Eifer der Entſchloſſenheit be⸗ trieben. Wir ſollten endlich morgen vor den Kirchenrath treten und ich der Kette ledig werden, die mir fruͤher, gleich ſo mancher Gernglaͤubigen meines Geſchlechtes, als ein Kranz von Immergruͤn erſchienen war. Da trat Huber unverhofft in mein Stuͤb⸗ chen und fand mich allein ich entſetzte mich..

Was fuͤrchten Sie? fragte er mit einem tiefen Seufzer: bin ich ein Ungeheuer? Nicht um zu ſchrecken um dies Herz zu ruͤhren, zu bewegen, naht ſich der Ungluͤckliche, der einſt dieſes Herzens Liebling war Sollte meine letzte, meine billigſte Bitte eine ver⸗ gebliche ſeyn? fuhr er weichmuͤthig fort, und

Schilling 2te S. aor Bd. 9