Teil eines Werkes 
3. Theil (1822)
Entstehung
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109 ſchen. Emilie erwachte nicht. Leiſe griff ich zu dem Lichte, und oͤffnete behutſam die Thuͤr. Aus der Tiefe des langen Ganges ſcholl ein dumpfes Geraͤuſch— mir ſchauer⸗ te; ich zagte bald, bald faßte ich Muth, der ſchnell beim naͤchſten Schritte wieder ſank — ich fand mich zu ihm.

O mein Gott! rief Burg, der zugegen war; er trat, verweiſend, zwiſchen mich und das blutige Lager.— Ich warf, mit Hef⸗ tigkeit, den Warner zuruͤck und flog an das Bett. Der Anblick erſchuͤtterte mein Inner⸗ ſtes. Von ſeiner Stirn ſprach das Entſetzen, die Gluth des Bewußtſeyns aus ſeinen rol⸗ lenden Augen und der Mund zuckte gicht⸗ riſch, als ich mich, weinend, zu ihm hin⸗ abneigte.

Sey ein Mann! flehte ich, und ſtrei⸗

chelte ſeine eiskalte Wange: denk an Dein

Kind, Theodor! an Gott und meine Liebe!—

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