26 3
ſchung, ſein Stunden⸗Kummer auf ein Herz zuruck, das mehr als Freundſchaft, das die reinſte, innigſte Liebe zu empfangen und zu erwiedern verſtand und ſie da nicht erwiedern konnte, wo keine dieſer Empfind⸗ ungen es bewegte.
——
Mit voller Bruſt und liebevollen Vor⸗ wuͤrfen warf ich mich eines Abends an ſei⸗ nen Hals. 4
Iſt das Deine Guͤte? rief er, als Thrä⸗ nen meine Stimme erſtickten, das Deine Einfalt? Deine duldſame Sanftmuth?—
Eiferſucht alſo? Nein, nur Mißgunſt!—
Laß mich los.
Ich verſuchte zu antworten, ſtuͤrmiſch ging er aus dem Zimmer. Meine Augen fielen in den Spiegel und von meinen Augen fiel der Schleyer. Folgen der Ver⸗


