Teil eines Werkes 
3. Theil (1822)
Entstehung
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17 los ſein Maͤdchen. Wird einer, der das Herz der Braut zerriß, die Rechte des Wei⸗ bes ehren?

Was ſetzeſt Du an dem jungen Wittwer aus? fuhr Julchen fort.

Daß er jung iſt, entgegnete ich aufſte⸗ hend und erroͤthete: mir aber ſcheint es, als gehoͤre unſer Fruͤhling fuͤr den Herbſt des Mannes, unſer Herbſt fuͤr ſeinen Win⸗ ter. Die Maͤnner vergleichen. Wehe der Verglichenen, wenn weder Jugend noch Reiz in ihre Schale fallen. Wir klagen dann uͤber Beſtandloſigkeit, und bedenken nicht, daß das ſinnliche, ſympatetiſche Herz, vom ewigen Natur⸗Geſetz getrieben, uͤber kalte Grundſaͤtze hinweg, dem aͤhnlichen zufliegen muß, von dem es angezogen wird. Sie feſ⸗ ſelt das Schoͤne, uns das Gute. Der Mit⸗ telloſen nahte ſich keiner, und um mein Gold nur werben alle.

Schilling 2te S. aor Bd. 2