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die Beſtimmtheit der Miſchungen und Formen: nicht nur die Geſtalten ſind hier willkürlicher und erſcheinen es noch mehr; auch in der Zuſammenſetzung derſelben ſpielt der Zufall eine dem Kunſtler ſehr laͤſtige Rolle. Stellt er uns alſo beſtimmte Geſtalten und in einer beſtimmten Ordnung vor, ſo beſtimmt er, und nicht wir, indem keine objective Regel vorhanden iſt, in welcher die freie Fantaſie des Zuſchauers mit der Idee des Künſtlers übereinſtimmen könnten. Wir empfangen alſo das Geſetz von ihm, das wir uns doch ſelbſt geben ſollten, und die Wirkung iſt wenigſtens nicht rein poetiſch, weil ſie keine vollkommen freie Selvſthandlung der Einbildungskraft iſt. Will aber der Kunſtler die Freiheit retten, ſo kann er es nur dadurch bewerkſtelligen, daß er auf Beſtimmtheit, mithin auf wahre Schönheit, Verzicht thut.
Nichts deſto weniger iſt dieſes Naturgebiet füͤr die ſchoͤne Kunſt ganz und gar nicht verloren, und ſelbſt die von uns ſo eben aufgeſtellten Principien berechtigen den Künſtler und Dichter, der ſeine Gegenſtande daraus wählt, zu einem ſehr ehrenvollen Range. Fürs Erſte iſt nicht zu leugnen, daß bei aller anſcheinenden Willkür der Formen auch in dieſer Region von Erſcheinungen noch immer eine große Einheit und Geſetz⸗ maßigkeit herrſcht, die den weiſen Künſtler in der Nachahmung leiten kann. Und dann muß bemerkt werden, daß, wenn gleich in dieſem Kunſtgebiet von der Beſtimmtheit der Formen ſehr viel nachgelaſſen werden muß(weil die Theile in dem Ganzen verſchwinden, und der Effect nur durch Maſſen be⸗ wirkt wird), doch in der Compoſition noch eine große Noth⸗ wendigkeit herrſchen koͤnne, wie unter Anderem die Schattirung und Farbengebung in der maleriſchen Darſtellung zeigt.
Aber die landſchaftliche Natur zeigt uns dieſe ſtrenge Noth⸗ wendigkeit nicht in allen ihren Theilen, und bei dem tiefſten


