Teil eines Werkes 
11. Band (1838)
Entstehung
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den Unterthan an ſeinen rechtmaͤßigen Beherrſcher knuͤpfen. Umſonſt, daß ſein unmaͤchtiger Grimm gegen die Zeit ſtreitet, die ihm ſeinen Thron erbaute, und ihn jetzt davon herunter zieht! Aus dem Aberglauben war dieſes Schreckbild des Mittel⸗ alters erzeugt, und groß gezogen von der Zwietracht. So ſchwach ſeine Wurzeln waren, ſo ſchnell und ſchrecklich durfte es aufwachſen im eilften Jahrhundert— ſeines Gleichen hatte kein Weltalter noch geſehen. Wer ſah es dem Feinde der heiligſten Freiheit an, daß er der Freiheit zu Huͤlfe geſchickt wurde? Als der Streit zwiſchen den Koͤnigen und den Edeln ſich erhitzte, warf er ſich zwiſchen die ungleichen Kaͤmpfer, und hielt die gefaͤhrliche Entſcheidung auf, bis in dem dritten Stande ein beſſerer Kaͤmpfer heranwuchs, das Geſchoͤpf des Augenblicks abzuloͤſen. Ernaͤhrt von der Verwirrung, zehrte er jetzt ab in der Ordnung; die Geburt der Nacht ſchwindet er weg in dem Lichte. Verſchwand aber der Dictator auch, der dem unterliegenden Rom gegen den Pompejus zu Huͤlfe eilte? Oder Piſiſtratus, der die Factionen Athens auseinander brachte? Rom und Athen gehen aus dem Buͤrgerkriege zur Knechtſchaft uͤber— das neue Europa zur Freiheit. War⸗ um war Europa gluͤcklicher? Weil hier durch ein voruͤber⸗ gehendes Phantom bewirkt wurde, was dort durch eine bleibende Macht geſchah— weil hier allein ſich ein Arm fand, der kraͤftig genug war, Unterdruͤckung zu hindern, aber zu hinfaͤllig, ſie ſelbſt auszuuͤben.

Wie anders ſaͤet der Menſch, und wie anders laͤßt das Schickſal ihn ernten? Aſien an den Schemel ſeines Throns zu ketten, liefert der heilige Vater dem Schwert der Saracenen eine Million ſeiner Heldenſoͤhne aus, aber mit ihnen hat er ſeinem Stuhl in Europa die kraͤftigſten Stuͤtzen entzogen. Von neuen Anmaßungen und neu zu erringenden Kronen traͤumt