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auf, das nachgelaſſene Dunkel deſto ſchrecklicher zu zeigen. Die ewige Ordnung ſcheint von dem Steuer der Welt geflohen, oder indem ſie ein entlegenes Ziel verfolgt, das gegenwaͤrtige Geſchlecht aufgegeben zu haben. Aber, eine gleiche Mutter allen ihren Kin⸗ dern, rettet ſie einſtweilen die erliegende Unmacht an den Fuß der Altäre, und gegen eine Noth, die ſie ihm nicht erlaſſen kann, ſtaͤrkt ſie das Herz mit dem Glauben der Ergebung. Die Sitten vertraut ſie dem Schutz eines verwilderten Chriſtenthums, und vergoͤnnt dem mittlern Geſchlechte, ſich an dieſe wankende Kruͤcke zu lehnen, die ſie dem ſtaͤrkern Enkel zerbrechen wird. Aber in dieſem langen Kriege erwarmen zugleich die Staaten und ihre Buͤr⸗ ger; kraͤftig wehrt ſich der deutſche Geiſt gegen den herzumſtricken⸗ den Deſpotismus, der den zu fruͤh ermattenden Roͤmer erdruͤckte; der Quell der Freiheit ſpringt in lebendigem Strom, und un⸗ uͤberwunden und wohlbehalten langt das ſpaͤtere Ge⸗ ſchlecht bei dem ſchoͤnen Jahrhundert an, wo ſich endlich, her⸗ beigefuͤhrt durch die vereinigte Arbeit des Gluͤcks und der Menſchen, das Licht des Gedankens mit der Kraft des Ent⸗ ſchluſſes, die Einſicht mit dem Heldenmuth gatten ſoll. Da Nom noch Scipionen und Fabier zeugte, fehlten ihm die Wei⸗ ſen, die ihrer Tugend das Ziel gezeigt haͤtten; als ſeine Weiſen bluͤhten, hatte der Deſpotismus ſein Opfer gewuͤrgt, und die Wohlthat ihrer Erſcheinung war an dem entnervten Jahrhun⸗ dert verloren. Auch die griechiſche Tugend erreichte die hellen Zeiten des Perikles und Alexanders nicht mehr, und als Harun ſeine Araber denken lehrte, war die Gluth ihres Buſens er⸗ kaltet. Ein beſſerer Genius war es, der uͤber das neue Europa wachte. Die lange Waffenuͤbung des Mittelalters hatte dem ſechzehnten Jahrhundert ein geſundes, ſtarkes Geſchlecht zuge⸗ fuͤhrt, und der Vernunft, die jetzt ihr Panier entfaltet, kraft⸗ volle Streiter erzogen.


