25. ſeiner Thaͤtigkeit reſultiren. Dieſen alſo einen groͤßeren Schwung zu geben, und den Willen mit gedoppelter Kraft zum Voll⸗ kommenen hinzuziehen und vom Uebel zuruͤck zu reißen, wur⸗ den beide Naturen, geiſtige und thieriſche, alſo eng in einan⸗ der verſchlungen, daß ihre Modificationen ſich wechſelsweiſe mittheilen und verſtaͤrken. Daraus erwaͤchst nun ein Funda⸗ mentalgeſetz der gemiſchten Naturen, das, in ſeine letzten Grund⸗ theile aufgeloͤst, ungefaͤhr alſo lautet: Die Thaͤtigkeiten des Koͤrpersentſprechen den Thaͤtigkeiten des Gei⸗ ſtes; d. h. jede Ueberſpannung von Geiſtesthaͤtig⸗ keit hat jederzeit eine Ueberſpannung gewiſſer koͤrperlicher Actionen zur Folge, ſo wie das Gleich⸗ gewicht dererſtern, oder die harmoniſche Thaͤtigkeit der Geiſteskraͤfte mit der vollkommenſten Ueber⸗ einſtimmung der letztern vergeſellſchaftet iſt. Fer⸗ ner: Traͤgheit der Seele macht die koͤrperlichen Be⸗ wegungen traͤg, Nichtthaͤtigkeit der Seele hebt ſie gar auf. Da nun Vollkommenheit jederzeit mit Luſt, Un⸗ vollkommenheit mit Unluſt verbunden iſt, ſo kann man dieſes Geſetz auch alſo ausdruͤcken: Geiſtige Luſt hat jederzeit eine thieriſche Luſt, geiſtige Unluſt jederzeit eine thieriſche Unluſt zur Begleiterin.
§. 413.
Geiſtiges Vergnügen befördert das Wohl der Maſchine.
Alſo eine Empfindung, die das ganze Seelenweſen einnimmt, erſchuͤttert in eben dem Grade den ganzen Bau des organiſchen Koͤrpers, Herz, Adern und Blut, Muskelfaſern und Nerven, von jenen maͤchtigen wichtigen, die dem Herzen den lebendigen Schwung der Bewegung geben, bis hinaus zu jenen unbedeu⸗ tenden geringen, die die Haͤrchen der Haut ſpannen, nehmen


