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vermehrte bloß das Elend des Landes, welches Freund und Feind ohne Unterſchied plünderten.
Jetzt endlich— jetzt in dieſem ganzen Kriege zum erſten Male, wankte der ſtandhafte Muth Maximilians, der acht und zwanzig Jahre lang bei den haͤrteſten Proben un⸗ erſchüttert geblieben. Ferdinand der Zweite, ſein Ge⸗ ſpiele zu Ingolſtadt und der Freund ſeiner Jugend, war nicht mehr; mit dem Tode dieſes Freundes und Wohlthaͤters war eins der ſtärkſten Bande zerriſſen, die den Kurfürſten an Oeſterreichs Intereſſe gefeſſelt hatten. An den Vater hatte iyn Gewohnheit, Neigung und Dankkarkeit gekettet; der Sohn war ſeinem Herzen fremd, und nur das Staats⸗ intereſſe konnte ihn in der Treue gegen dieſen Fürſten erhalten.
Und eben dieſes letztere war es, was die franzöſiſche Argliſt jetzt wirken ließ, um ihn von der öſterreichiſchen Allianz ab⸗ zulocken und zu Niederlegung der Waffen zu bewegen. Nicht ohne eine große Abſicht hatte Mazarin ſeiner Eiferſucht gegen die wachſende Macht Schwedens Stillſchweigen auferlegt und den franzöſiſchen Völkern geſtattet, die Schweden nach Bayern zu begleiten. Bayern ſollte alle Schreckniſſe des Krieges erleiden, damit endlich Noth und Verzweiflung die Standhaftigkeit Naximilians beſiegten, und der Kaiſer den erſten und letzten ſeiner Alliirten verlöre. Brandenburg hatte unter ſeinem großen Regenten die Neutralität erwahlt, Sachſen aus Noth ſie ergreifen muͤſſen, den Spaniern unterſagte der franzöſiſche Krieg jeden Antheil an dem deutſchen; Daänemark hatte der Friede mit Schweden von der Kriegsbühne abgerufen, Polen ein langer Stillſtand entwaffnet. Gelang es auch noch, den Kurfuͤrſten von Bayern von dem öſterreichiſchen Bündniß loszureißen, ſo hatte der


