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nachher mit der weit paſſendern Benennung, Verlornes Geld, vertauſchte. Als man dieſes Schiff in See brachte, fand ſich's, wie jeder Vernuͤnftige vorhergeſagt hatte, daß es ſeiner unbehuͤlflichen Groͤße wegen ſchlechterdings nicht zu len⸗ ken ſey, und kaum von der hoͤchſten Fluth konnte aufgehoben werden. Mit großer Muͤhe ſchleppte es ſich bis nach Ordam fort, wo es, von der Fluth verlaſſen, am Strande ſitzen blieb, und den Feinden zur Beute wurde. ¹)
Die Unternehmung auf den Cowenſteiniſchen Damm war der letzte Verſuch, den man zu Antwerpens Rettung wagte. Von dieſer Zeit an ſank den Belagerten der Muth, und der Magiſtrat der Stadt bemuͤhte ſich vergebens, das gemeine Volk, welches den Druck der Gegenwart empfand, mit entfernten Hoffnungen zu vertroͤſten. Bis jetzt hatte man das Brod noch in einem leidlichen Preiſe erhalten, obgleich die Beſchaffenheit immer ſchlechter wurde; nach und nach aber ſchwand der Getreide⸗ vorrath ſo ſehr, daß eine Hungersnoth nahe bevorſtand. Doch hoffte man die Stadt wenigſtens noch ſo lange hinzuhalten, bis man das Getreide zwiſchen der Stadt und den aͤußerſten Schanzen, welches in vollen Halmen ſtand, wuͤrde einernten koͤnnen; aber ehe es dazu kam, hatte der Feind auch die letzten Werke vor der Stadt eingenommen, und die ganze Ernte ſich ſelbſt zugeeignet. Endlich fiel auch noch die benachbarte und bundesverwandte Stadt Mecheln in des Feindes Gewalt, und mit ihr verſchwand die letzte Hoffnung, Zufuhr aus Brabant zu erhalten. Da man alſo keine Moͤglichkeit mehr ſah, den Proviant zu vermehren, ſo blieb nichts anders uͤbrig, als die Verzehrer zu vermindern. Alles unnuͤtze Volk, alle Fremden, ja ſelbſt die Weiber und Kinder ſollten aus der Stadt hin⸗
1) Thuan. III. 49. Meteren 485. Strad. 597 sq.


