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die Batavier ⁴) auf der Inſel, die ſeine beiden Arme damals mit dem Ocean bildeten. Jede dieſer einzelnen Nationen wurde fruͤher oder ſpaͤter den Roͤmern unterworfen, aber ihre Ueber⸗ winder ſelbſt legen uns die ruͤhmlichſten Zeugniſſe von ihrer Tapferkeit ab. Die Belgen, ſchreibt Caͤſar,=) waren die ein⸗ zigen unter den galliſchen Voͤlkern, welche die einbrechenden Teutonen und Cimbrer von ihren Graͤnzen abhielten. Alle Voͤl⸗ ker um den Rhein, ſagt uns Tacitus,) wurden an Helden⸗ muth von den Bataviern uͤbertroffen. Dieſes wilde Volk er⸗ legte ſeinen Tribut in Soldaten, und wurde von ſeinen Ueber⸗ windern, gleich Pfeil und Schwert, nur fuͤr Schlachten geſpart. Die bataviſche Reiterei erklaͤrten die Roͤmer ſelbſt fuͤr den beſten Theil ihrer Heere. Lange Zeit machte ſie, wie heutzutage die Schweizer, die Leibwache der roͤmiſchen Kaiſer aus; ihr wilder Muth erſchreckte die Dacier, da ſie in voller Ruͤſtung uͤber die Donau ſchwammen. Die naͤmlichen Batavier hatten den Agri⸗ cola auf ſeinem Zuge nach Britannien begleitet, und ihm dieſe Inſel erobern helfen.*) Unter allen wurden die Frieſen zuletzt uͤberwunden, und ſetzten ſich zuerſt wieder in Freiheit. Die Moraͤſte, zwiſchen welchen ſie wohnten, reizten die Eroberer ſpaͤter, und koſteten ihnen mehr. Der Roͤmer Druſus, der
¹) In dem obern Theile von Holland, Utrecht und Oberyſſel, dem heutigen Cleve u. ſ. f., zwiſchen dem Leck und der Waal. Kleinere Voͤlker, die Kanninefater, Mattiaker, Mareſaten u. ſ. f., die einen Theil von Weſt riesland, Holland und Seeland bewohnten, koͤnnen zu ihnen gerechnet werden. Tacit. Hist. L. WV. c. 45. 56. de Morib. Germ. c. 29.
2) De Bello. Gall.
3) Hist. L. V. c. 12.
4) Dio Cass. L. LXIX. Tacit. Agricol. c. 36. Tacit. Annal, L. II. c. 15.


