Teil eines Werkes 
8. Band (1838)
Entstehung
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zuſuchen, machte ich mich an die Quellen ſelbſt, und ſo erweiterte ſich zu einer ausgefuͤhrten Geſchichte, was anfangs nur beſtimmt war, ein allgemeiner Umriß zu werden.

Gegenwaͤrtiger erſter Theil, der ſich mit dem Abzuge der Herzogin von Parma aus den Niederlanden endigt, iſt nur als die Einleitung zu der eigentlichen Revolution anzuſehen, die erſt unter dem Regiment ihres Nachfolgers zum Ausbruche kam. Ich glaubte, dieſer vorbereitenden Epoche um ſo mehr Sorgfalt und Genauigkeit widmen zu muͤſſen, je mehr ich dieſe Eigenſchaften bei den mehrſten Scribenten vermißte, welche dieſe Epoche vor mir behandelt haben, und je mehr ich mich uͤberzeugte, daß alle nachfolgenden auf ihr beruhen. Findet man daher dieſen erſten Theil zu arm an wichtigen Begeben⸗ heiten, zu ausfuͤhrlich in geringen oder gering ſcheinenden, zu verſchwenderiſch in Wiederholungen, und uͤberhaupt zu langſam im Fertſchritte der Handlung, ſo erinnere man ſich, daß eben aus dieſen geringen Anfaͤngen die ganze Revolution allmaͤhlich hervorging, daß alle nachherigen großen Reſultate aus der Summe unzaͤhlig vieler kleinen ſich ergeben haben. Eine Nation, wie diejenige war, die wir hier vor uns haben, thut die erſten Schritte immer langſam, zuruͤckgezogen und ungewiß, aber die ſolgenden alsdann deſto raſcher; denſelben Gang habe ich mir auch bei Darſtellung dieſer Rebellion vorgezeichnet. Je laͤnger der Leſer bei der Einleitung verweilt worden, je mehr er ſich mit den handelnden Perſonen familiariſirt, und in dem Schau⸗ platze, auf welchem ſie wirken, eingewohnt hat, mit deſto raſchern und ſicherern Schritten kann ich ihn dann durch die folgenden Perioden fuͤhren, wo mir die Anhaͤufung des Stoffes dieſen langſamen Gang und dieſe Ausfuͤhrlichkeit verbieten wird.

Ueber Armuth an Quellen laͤßt ſich bei dieſer Geſchichte nicht klagen, vielleicht eher uͤber ihren Ueberfluß weil man