Teil eines Werkes 
7. Band (1838)
Entstehung
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Vorerinnerung.

Die Idee eines dramatiſchen Gemäldes von der Polizei in Paris unter Ludwig XIV hat Schillern einige Zeit beſchäftigt. Ueber dem bunten Gewuhl der mannichfaltigen Geſtalten einer Pariſer Welt ſollte die Polizei gleich einem Weſen höherer Art emporſchweben, deſſen Blick ein unermeßliches Feld überſchaut und in die geheimſten Tiefen dringt, ſo wie fur deſſen Arm nichts unerreichbar iſt.

Paris erſcheint in ſeiner Allheit. Die äußerſten Extreme von Zuſtaͤnden und ſittlichen Fällen in ihren höchſten Spitzen und charakteriſtiſchen Punkten kommen zur Darſtellung, die einfachſte Unſchuld, wie die naturwidrigſte Verderbniß, die idyl⸗ iſche Ruhe, wie die duͤſtere Verzweiflung.

Ein höchſt verwickeltes, durch viele Familien verſchlungenes Verbrechen, welches bei fortgehender Nachforſchung immer zu⸗ ſammengeſetzter wird und immer andere Entdeckungen mit ſich bringt, iſt der Hauptgegenſtand. Es gleicht einem ungeheuren Baum, der ſeine Aeſte weit herum mit andern verſchlungen hat, und welchen auszugraben man eine ganze Gegend durch⸗ wühlen muß. So wird ganz Paris durchwühlt, und alle Arten von Exiſtenz werden bei dieſer Gelegenheit nach und nach an das Licht gezogen.

Der Fall iſt ſcheinbar unauflöslich, aber Argenſon an der Spitze der Polizei nachdem er ſich gewiſſe Datg hat