Teil eines Werkes 
7. Band (1838)
Entstehung
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Die vorgefaßte Meinung ſeines Vaters, und deine frühern Klagen über ihn, Auch dieß, daß du ſchon einmal ihn verbannt— . Phäpra.

Ich ſoll die unſchuld unterdrücken, läſtern?

Oenone. Mir iſt an deinem Schweigen ſchon genug. Ich zittre, ſo wie du; auch mein Gewiſſen Regt ſich, und tauſend Tode ſtürb' ich lieber! Doch ohne dieſes Mittel der Verzweiflung Verlier' ich dich! Es gilt zu hohen Preis! So weiche jedes Andre deinem Leben! — Ich werde reden— Theſeus, glaube mir, Wenn mein Bericht ihn aufgereizt, wird ſich Mit der Verbannung ſeines Sohns begnügen; Ein Vater bleibt auch Vater noch im Strafen! Doch müßt' auch ſelbſt das Blut der Unſchuld fließen; Dein Ruf ſteht auf dem Spiel, es gilt die Ehre: Der muß man Alles opfern, auch die Tugend. Man kommt. Ich ſehe Theſeus. Phädra. Wehe mir!

Ich ſehe Hippolyt. Ich leſe ſchon

In ſeinen ſtolzen Blicken mein Verderben.

— Thu', was du willſt! Dir überlaſſ' ich mich; In meiner Angſt kann ich mir ſelbſt nicht rathen.

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