Teil eines Werkes 
7. Band (1838)
Entstehung
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Das Diadem um ſeine Stirne! Mein

Sey nur der Ruhm, daß ich's ihm umgebunden! Behaupten kann ich meine Macht doch nicht; Nehm' er ſie hin! Er lehre meinen Sohn

Die Herrſcherkunſt und ſey ihm ſtatt des Vaters! Mutter und Sohn geb' ich in ſeine Macht.

Geh, laſſ' nichts unverſucht, ihn zu bewegen! Dich wird er hören, wenn er mich nicht hört. Dring' in ihn, ſeufze, weine, ſchildre mich

Als eine Sterbende, o ſchaͤme dich

Auch ſelbſt der Flehensworte nicht! Was du Gut findeſt, ich bekenne mich zu Allem.

Auf dir ruht meine letzte Hoffnung. Geh!

Bis du zuruckgekehrt, beſchließ' ich nichts. (Oenone geht ab.)

Zweiter Auftritt.

Phädra gallein). Du ſiehſt, in welche Tiefen ich gefallen, Furchtbare Venus, unverſöhnliche! Bin ich genug geſunken? Weiter kann Dein Grimm nicht gehn; vollkommen iſt dein Sieg; Getroffen haben alle deine Pfeile. Grauſame, willſt du deinen Ruhm vermehren, Such' einen Feind, der mehr dir widerſtrebt. Dich fliehet Hippolyt, er ſpricht dir Hohn, Und nie hat er ein Knie vor dir gebeugt; Dein Name ſchon entweiht ſein ſtolzes Ohr.