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Ich liebe— das Herz erzittert mir, mir ſchaudert, Es heraus zu ſagen— Ich liebe— Oenone.
Wen! Phävra.
— Du kennſt ihn,
Den Juͤngling, ihn, den ich ſo lang' verfolgte, Den Sohn der Amazone—
GOenone.
Hippolyt? Gerechte Götter!
Phyädra.
Du nannteſt ihn, nicht ich.
Oenone. Gott! All mein Blut erſtarrt in meinen Adern. O Jammer! O verbrechenvolles Haus Des Minos! Ungluͤckſeliges Geſchlecht! O dreimal unglückſel'ge Fahrt! Daß wir An dieſem Unglucksufer mußten landen!
Phädra. Schon fruͤher fing mein Unglück an. Kaum war Dem Sohn des Aegeus meine Treu' verpfaͤndet, Mein Friede ſchien ſo ſicher mir gegruͤndet, Mein Gluck mir ſo gewiß, da zeigte mir Zuerſt Athenaͤ meinen ſtolzen Feind. Ich ſah ihn, ich erroͤthete, verblaßte Bei ſeinem Anblick, meinen Geiſt ergriff Unendliche Verwirrung, finſter ward's Vor meinen Augen, mir verſagte die Stimme, Ich fuͤhlte mich durchſchauert und durchflammt, Der Venus furchtbare Gewalt erkannt' ich,


