Teil eines Werkes 
7. Band (1838)
Entstehung
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Phädra. Ach, ich bin

Von Sinnen Was hab' ich geſagt? Oenone Ich weiß nicht, was ich wuͤnſche, was ich ſage; Ein Gott hat die Beſinnung mir geraubt Fühl' her, wie meine Wange gluͤht, Oenone! Zu ſehr verrieth ich meine Schwaͤche dir,

Und wider Willen ſtuͤrzen mir die Thraͤnen.

Oenone.

Mußt du erroͤthen, uͤber dieſes Schweigen Erroͤthe, uͤber dieſen ſtrafbar'n Widerſtand, Der nur die Stacheln deiner Schmerzen ſchaͤrft! Willſt du, von unſerm Flehen ungeruͤhrt, Hartnaͤckig alle Huͤlfe von dir ſtoßen,

Und rettungslos dein Leben ſchwinden ſehn? Was für ein Wahnſinn ſetzt ihm vor der Zeit Ein fruͤhes Ziel? Was fuͤr ein Zauber, welch Ein heimlich Gift macht ſeine Quellen ſtocken? Dreimal umzog den Himmel ſchon die Nacht, Seitdem kein Schlummer auf dein Auge ſank, Und dreimal wich die Finſterniß dem Tag, Seitdem dein Koͤrper ohne Nahrung ſchmachtet. Welch graͤßlichem Entſchluſſe gibſt du Raum? Darfſt du mit Frevelmuth dich ſelbſt zerſtören? Das heißt den Gottern trotzen, iſt Verrath Am Gatten, dem du Treue ſchwurſt, Verrath An deinen Kindern, den unſchuld'gen Seelen, Die du zu hartem Sklavenjoch verdammſt. Der Tag, der ihre Mutter ihnen raubt, Bedenk' es, Koͤnigin, er gibt dem Sohn

Der Amazone ſeine Hoffnung wieder,