Teil eines Werkes 
6. Band (1838)
Entstehung
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und er muß ſitzen, fuͤhlend, in der Nacht, Im ewig Finſtern— ihn erguickt nicht mehr Der Matten warmes Grün, der Blumen Schmelz, Die rothen Firnen kann er nicht mehr ſchauen— Sterben iſt nichts— doch leben und nicht ſehen, Das iſt ein Unglück— Warum ſeht ihr mich So jammernd an? Ich hab' zwei friſche Augen Und kann dem blinden Vater keines geben, Nicht einen Schimmer von dem Meer des Lichts, Das glanzvoll, blendend mir ins Auge dringt. Stauffacher. Ach, ich muß Euren Jammer noch vergroͤßern, Statt ihn zu heilen— Er bedarf noch mehr! Denn Alles hat der Landvogt ihm geraubt; Nichts hat er ihm gelaſſen, als den Stab, Um nackt und blind von Thür' zu Thür' zu wandern. Melchthal. 3

Nichts als den Stab dem augenloſen Greis! Alles geraubt und auch das Licht der Sonne, Des Aermſten allgemeines Gut— Jetzt rede Mir Keiner mehr von Bleiben, von Verbergen! Was für ein feiger Elender bin ich, 3 Daß ich auf meine Sicherheit gedacht Und nicht auf deine!— dein geliebtes Haupt Als Pfand gelaſſen in des Wüthrichs Händen! Feigherz'ge Vorſicht, fahre hin— Auf nichts Als blutige Vergeltung will ich denken. Hinüber will ich— Keiner ſoll mich halten— Des Vaters Auge von dem Landvogt fordern— Aus allen ſeinen Reiſigen heraus

Will ich ihn finden— Nichts liegt mir am Leben,