34
Sie nennen ihn den Heinrich von der Halden, und ſeine Stimm' gilt was in der Gemeinde. Walther Fürft. Wer kennt ihn nicht? Was iſt's mit ihm? Vollendet! Stauffacher. Der Landenberger büßte ſeinen Sohn Um kleinen Fehlers willen, ließ die Ochſen, Das beſte Paar, ihm aus dem Pfluge ſpannen: Da ſchlug der Knab' den Knecht und wurde flüchtig. Walther Fürſt(in hoͤchſter Spannung). Der Vater aber— ſagt, wie ſteht's um den? Stauffacher. Den Vater läßt der Landenberger fordern, Zur Stelle ſchaffen ſoll er ihm den Sohn, Und, da der alte Mann mit Wahrheit ſchwört, Er habe von dem Fluͤchtling keine Kunde, Da läßt der Vogt die Folterknechte kommen— Walther Fürſt (ſpringt auf und will ihn auf die andere Seite fuhren). O, ſtill, nichts mehr! Stauffacher(mit ſieigendem Ton). „Iſt mir der Sohn entgangen, So hab' ich dich!“— läßt ihn zu Boden werfen, Den ſpitz'gen Stahl ihm in die Augen bohren— . Walther Fürſt. Barmherz'ger Himmel! Melchthal(ſuͤrzt heraus). In die Augen, ſagt Ihr? Stauffacher(erſtaunt zu Walther jür). Wer iſt der Jüngling?
K


