Teil eines Werkes 
5. Band (1838)
Entstehung
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Don Ceſar(faßt ihre Hand, mit ſanſter Stimme). 3 Das wirſt du, Mutter. Alſo wird's geſchehn. In milder Wehmuth wird dein Schmerz ſich löſen Dann, Mutter, wenn ein Todtenmal den Moͤrder Zugleich mit dem Gemordeten umſchließt, Ein Stein ſich woͤlbet über Beider Staube, 4 Dann wird der Fluch entwaffnet ſeyn dann wirſt Du deine Soͤhne nicht mehr unterſcheiden; Die Thraͤnen, die dein ſchönes Auge weint, Sie werden Einem wie dem Andern gelten: Ein mächtiger Vermittler iſt der Tod. Da löſchen alle Zornesflammen aus. Der Haß verſöhnt ſich, und das ſchöne Mitleid Neigt ſich, ein weinend Schweſterbild, mit ſauft Anſchmiegender Umarmung auf die Urne. 4 Drum, Mutter, wehre du mir nicht, daß ich Hinunterſteige und den Fluch verſöhne. Iſabella. 4 Reich iſt die Chriſtenheit an Gnadenbildern, Zu denen wallend ein gequältes Herz Kann Ruhe finden. Manche ſchwere Bürde Ward abgeworfen in Lorettos Haus, 3 Und ſegenvolle Himmelskraft umweht Das heil'ge Grab, das alle Welt entſündigt. 1 Vielkräftig auch iſt das Gebet der Frommen: 5 Sie haben reichen Vorrath an Verdienſt, Und auf der Stelle, wo ein Mord geſchah, Kann ſich ein Tempel reinigend erheben. Don Cefar. 9 Wohl läßt der Pfeil ſich aus dem Herzen ziehn, Doch nie wird das Verletzte mehr geſunden.