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Beatrice (bricht in heftige Thränen aus). Don Ceſar. Wein' um den Bruder, ich will mit dir weinen, Und— mehr noch— raͤchen will ich ihn! Doch nicht Um den Geliebten weine! Dieſen Vorzug, Den du dem Todten gibſt, ertrag' ich nicht. Den einz'gen Troſt, den letzten, laß mich ſchöpfen Aus unſers Jammers bodenloſer Tiefe, Daß er dir näher nicht gehört, als ich— Denn unſer furchtbar aufgelöstes Schickſal Macht unſre Rechte gleich, wie unſer Unglück. In einen Fall verſtrickt, drei liebende Geſchwiſter, gehen wir vereinigt unter Und theilen gleich der Thränen traurig Recht. Doch, wenn ich denken muß, daß deine Trauer Mehr dem Geliebten als dem Bruder gilt, Dann miſcht ſich Wuth und Neid in meinen Schmerz, Und mich verläͤßt der Wehmuth letzter Troſt. Nicht freudig, wie ich gerne will, kann ich Das letzte Opfer ſeinen Manen bringen; Doch ſanft nachſenden will ich ihm die Seele, Weiß ich nur, daß du meinen Staub mit ſeinem In einem Aſchenkruge ſammeln wirſt.
(Den Arm um ſie ſchlingend, mit einer leidenſchaftlich zärtlichen Heftigkeit.) Dich liebt' ich, wie ich nichts zuvor geliebt,
Da du noch eine Fremde für mich warſt.
Weil ich dich liebte über alle Gränzen,
Trag' ich den ſchweren Fluch des Brudermords; Liebe zu dir war meine ganze Schuld.


